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Das Leben am (finanziellen) Limit, äh, an der Limmat hat längst ein Ende gefunden, echte Gefahren prägen nun wieder den Alltag in Ostdeutschland. Herabstürzendes Eis, zerbrochene Gewegplatten, überfrorene Türschwellen, Silvestermüllreste Anfang Februar und verspätete Züge etwa sind nur der Anfang. Stay tuned.

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Bei einem Vortrag wurde der große Robert Frank mit folgenden Worten zitiert: „Ich habe mich sehr gefreut, in die Schweiz zu kommen aber ich bin auch sehr froh darüber, sie wieder zu verlassen“. Besser könnte ich den Gemütszustand beim Unterschreiben der Ausreiseunterlagen nicht zusammenfassen. Es dauert aber noch ein bisschen mit dem Ausreisen, vermutlich so lange, wie „Meisenpost“ mein neues Lieblingswort bleibt.

*Der Vergleich beruht auf intensiver qualitativer Kleingartenforschung in Leipzig.

Bitterkalt, bitterkalt, oh es ist kalt und deshalb Zeit für einen kleinen Rückblick: Sonne, Sonne, Nebel. Zarter Nebel, dichter Nebel, feuchter Nebel, kalter Nebel, Nebelschwaden, Schwadennebel, Nebelkrähe, Morgennebel, Nachmittagssonne, Wochennebel, Novembernebel und schließlich Winternebel, Schneenebel. Seit nunmehr drei Tagen schneit der Nebel Flocken, die es aber niemals aufs Trottoir schaffen. Wahrscheinlich werden sie von immerfahrenden Straßenputzkolonnen abgeschreckt. Oben ist jeweils das Wetter an Dienstagen dokumentiert. Nicht zu verwechseln mit Donnerstagswetter. Sagte ich schon, dass es jetzt SEHR kalt ist?



Mit ein bisschen Schweiz-Erfahrung im Gepäck haben wir uns erstmals wirklich nach Anderswo getraut- diesmal nach Basel. Das überzeugte dann direkt mit lauter Superlativen: Noch mehr Grenzen (Frankreich, Deutschland), noch kürzere Öffnungszeiten (Kunstmuseum Einlass bis 16.30!?), ein noch breiterer Fluss und noch normal-nicht-in-exklusivem Design gekleidete Menschen. Schöne Stadt, lustiger Motorradweihnachtsmännerumzug, viele Tinguely-Brunnen, zuvorkommende Passanten und nicht zuletzt eine IC-Verbindung ohne Stopp: Herzlichen Glückwunsch! Mit dem Spar-Billet haben Sie viel Geld gespart- das war ja das Ziel der Übung.

…beweist, dass Zürich in der Tat eine lebendige Weltmetropole ist:

Es gibt gefährliche U-Bahnstationen, in denen sich des nachts brutale Jugendbanden rumtreiben (im Bild: rechte Gang, bestehend aus ostdeutschen Migranten, gerade auf der Suche nach Minaretten, um sich mit islamischen Jugendlichen zu prügeln),…

…eine vitale und kreative Streetart-Bewegung,…

…respektlose Graffitti-Sprayer, die auf ihren Streifzügen durch dunkle Straßen radikale Botschaften taggen,…

…hippe Szenegänger, die in abgefahrenen Underground-Clubs abhängen und cool aussehen,…

..krasse Subkulturen, die in dunklen Treffpunkten verkehren und dort lautem Gittarren-Geschrammel lauschen…

…und natürlich obdachlose Suffpunks, die vor den schicken Restaurants das Establishment schockieren.

Oben im Bild der größte Seminarraum der Universität ( junge Gender-Studies-Studenten ins Gespräch vertieft) und im unteren Bild der Heimweg von der Uni zurück in den Wald (im Bild: das Großmünster zu Zürich, Gründungsstätte der Dada-Bewegung und derzeitiges Gefängnis von Roman Polanski – davor der Porsche von Ottmar Hitzfeld)

Ihnen völlig unbekannte Personen dazu zu überreden, gemeinsam Bratwürste am Spieß zu grillen. Drinnen, wohlgemerkt!